SCHULE OHNE RASSISMUS – SCHULE MIT COURAGE

Gemeinsam mit dem Deichprogramm 21037 wird das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in unserer Schule angeschoben. Kurz zu der Geschichte des Projekts: Ende der 80er Jahre entwickelten belgische Schüler diese Idee, um dem Erstarken von rechtsradikalen Parteien entgegenzuwirken. Aber mittlerweile geht es nicht allein darum, sondern um gemeinsame Regeln für den Umgang miteinander. Das Ziel ist, eine positive und freundliche Schulatmosphäre zu schaffen, ohne Diskriminierung, ohne Mobbing und ohne Gewalt. In Deutschland sind mittlerweile 564 Schulen in diesem Netzwerk aktiv. In Hamburg sind es bisher vier Schulen (Stand Juni 2009). Die Stadtteilschule Kirchwerder hat sich als 5. Schule um diesen Titel beworben. Der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wird an Schulen verliehen, wenn sich mindestens 70% aller Menschen, die täglich in einer Schule zusammenkommen, mit ihrer Unterschrift verpflichten, sich aktiv gegen jede Form der Diskriminierung an ihrer Schule einzusetzen. In unserer Schule haben über 80% unterschrieben, die Voraussetzung, den Titel zu erlangen, ist also erfüllt. Wir freuen uns sehr, dass sich Martin Harnik, einer unserer ehemaligen Schüler und Fußballprofi bei Hannover 96, bereit erklärt hat, als Pate die Schirmherrschaft für das Projekt an unserer Schule zu übernehmen. Gemeinsam mit Martin wurde der Antrag bei unserem Schulfest im Juni 2009 auf den Weg gebracht.

Schülerbiografien

In den vergangenen Jahren haben sich Schüler*innen der Oberstufe mit in Europa ermordeten Juden intensiv auseinandergesetzt. Sie haben u.a. beim Kooperationspartner der Schule, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, recherchiert, geforscht und Biografien für die Webseite www.dubistanders.de, ein Projekt der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, erstellt. Auf dieser Website „findet“ man Biografien über Jugendliche aus ganz Europa, die in der Zeit des Nationalsozialismus als »anders« ausgegrenzt und verfolgt wurden.

Die Ergebnisse der Kirchwerder Oberstufenschüler*innen können sich durchaus sehen lassen. Lest/Lesen Sie selbst, bei einem Klick auf die Fotos:

Von Reichsministerium für Justiz – Staatsarchiv Bremen

 

Bildergebnis für hans-peter Viau
Quelle: KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Privatbesitz. Kopie: KZ-Gedenkstätte Neuengamme

 

Auch die Reggae-Band I-FIRE setzt sich als Pate für das Projekt“Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ein:

Für weitere Informationen zum Projekt ist hier die Webadresse:

www.schule-ohne-rassismus.org